FAQ & Checkliste
Antworten & Checkliste zur Öltankentsorgung
Die wichtigsten Fragen rund um die Entsorgung Ihres Heizöltanks in Österreich – und eine Checkliste, mit der Sie an alles denken.
Schritt für Schritt
Checkliste: Heizöltank entsorgen
Benötigen Sie in der Zwischenzeit Wärme, lässt sich eine mobile Heizung mieten.
- 1Heizöl aufbrauchen
Steht die Entsorgung fest, brauchen Sie das Restöl möglichst auf. Weniger Öl bedeutet weniger Abpumpen – und geringere Kosten.
- 2Abnehmer für Restöl suchen
Lässt sich der Zeitpunkt nicht frei wählen, suchen Sie rechtzeitig Abnehmer (Nachbarn, Freunde) mit ausreichend Tankplatz. Manche Betriebe vergüten übriges Restöl.
- 3Vorhaben bei der Behörde melden
Je nach Bundesland ist das Vorhaben vorab bei der Bezirkshauptmannschaft bzw. dem Magistrat anzuzeigen. Der Fachbetrieb unterstützt Sie dabei.
- 4Angebote einholen & vergleichen
Holen Sie mehrere Angebote regionaler Fachbetriebe ein und vergleichen Sie den Leistungsumfang – so sichern Sie sich den besten Preis.
- 5Fördermittel rechtzeitig beantragen
Wird zugleich eine neue Heizung eingebaut, beantragen Sie Förderungen in der Regel vor Beginn der Arbeiten.
- 6Fachbetrieb beauftragen & Zugang freiräumen
Räumen Sie vor dem Termin die Zuwege zu Keller oder Garten frei. Das spart Zeit und Kosten.
- 7Nachweise einholen & aufbewahren
Lassen Sie sich die Bescheinigung über Reinigung, Stilllegung und Entsorgung aushändigen und reichen Sie sie bei Bedarf bei der Behörde ein.
Fragen & Antworten
Häufig gestellte Fragen
Wann ist der richtige Zeitpunkt, um den Öltank zu entsorgen?
Wenn Sie den Zeitpunkt selbst wählen können, entsorgen Sie den Heizöltank am besten, sobald das Restöl weitgehend aufgebraucht ist. Günstig sind die Arbeiten im Sommer: Da fällt die Heizung nur kurz aus und es fehlt lediglich das warme Wasser. Reicht das Öl nicht bis zum Termin, tanken Sie einfach eine kleinere Menge nach.
Darf ich den Öltank in Österreich selbst entsorgen?
Grundsätzlich raten wir davon ab. Heizöl ist ein wassergefährdender Stoff – gelangt es in die Umwelt, drohen Kontamination von Boden und Grundwasser sowie hohe Haftungsforderungen. Reinigung, Stilllegung und Entsorgung gehören daher in die Hände eines konzessionierten Fachbetriebs. Ob in Ausnahmefällen Eigenleistung zulässig ist, weiß die zuständige Bezirkshauptmannschaft bzw. der Magistrat.
Wie lange dauert es, einen Heizöltank zu entsorgen?
Bei guter Vorbereitung ist ein Kellertank meist an einem Tag entsorgt. Erdtanks dauern durch Aushub, Heben und Verfüllung der Grube oft zwei bis drei Tage.
Was ist zu tun, wenn Heizöl austritt?
Tritt Heizöl aus, melden Sie das unverzüglich der zuständigen Wasserrechtsbehörde (Bezirkshauptmannschaft/Magistrat). Gelangt Öl in ein Gewässer, alarmieren Sie zusätzlich die Feuerwehr – sie kann eine Ölsperre setzen und größere Schäden verhindern.
Meine Ölheizung ist defekt. Welche Alternativen habe ich?
Statt einer neuen Ölheizung bieten sich Wärmepumpe, Fernwärme, Pellets oder – wo sinnvoll – eine Gasheizung an. Für viele dieser Systeme gibt es Förderungen über „Raus aus Öl und Gas“ und die Wohnbauförderung Ihres Bundeslandes. Ein Fachbetrieb berät Sie zur passenden Lösung.
Welche Nachweise brauche ich nach der Entsorgung?
Nach der fachgerechten Reinigung, Stilllegung und Entsorgung erhalten Sie eine Bescheinigung. Je nach Bundesland und Anlagengröße ist das Vorhaben zudem vorab bei der Behörde anzuzeigen. Bewahren Sie alle Dokumente sorgfältig auf.
Kann ich mein Restöl verkaufen oder weitergeben?
Ja, sofern das Heizöl nicht verunreinigt ist. Sie können es abpumpen und an Nachbarn, Freunde oder Bekannte mit passendem Tank weitergeben lassen. Wichtig ist nur, dass das Restöl fachgerecht weitergegeben oder entsorgt wird.
Gilt eine Prüfpflicht auch für stillgelegte Tanks?
Für vorübergehend stillgelegte Anlagen gelten die wiederkehrenden Überprüfungspflichten weiterhin. Erst nach endgültiger Stilllegung – etwa mit Verfüllung eines Erdtanks – entfallen sie. Klären Sie den Status im Zweifel mit dem Fachbetrieb und der Behörde.
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